Abstammung:
Frankreich - Pyrenäen. Dort wird er auch noch heute als Hütehund
eingesetzt.
Klassifikation
Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde, Sektion 1: Schäferhund,
mit Arbeitsprüfung
Größe,Gewicht:
Zwischen 38 und 48 cm ; 8 bis 15 kg.
Fell
und Farbe: Eine Mischung von Ziegenhaar und Schafwolle. Immer
dicht, ob lang oder halblang, mit Windstoßfrisur. Bis auf Weiß
alle Farben erlaubt.
Aussehen:
Unvergleichlich der listige, aufmerksame und aufgeweckte Ausdruck seines
Gesichts.
Geeignet
für: Sehr konsequente Leute, die drinnen einen ruhigen Hund,
draußen ein
lauffreudiges Temperamentsbündel wollen.
Haltungsansprüche:
Benötigt viel Bewegung. Kann im Freien leben, ist aber kein Zwingerhund.
Pflege:
Nicht aufwendig.
Eigenschaft
als Familienmitglied: Sehr wachsam, verteidigt alles Eigentum.
Misstrauisch
gegenüber Fremden, sehr kinderlieb und anhänglich.
Rassetypische
Krankheiten: Sehr gesund. Spezielle Krankheiten nicht beschrieben.
Anmerkungen
zur Rasse: Arbeitet nicht nur als Hütehund, sondern auch
als Fährten- und
Lawinenhund. Diese Rasse kommt nur sehr selten in Österreich vor.
F.C.I.
Rassestandard
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:
Ein Hund, der bei einem Minimum an Größe und Gewicht ein Maximum
an Lebhaftigkeit ausstrahlt.
Sein stets wachsamer Gesichtsausdruck und seine pfiffige, mißtrauische
Miene verbunden mit seiner impulsiven Bewegungsfreude prägen das
charakteristische, einzigartige Auftreten dieses Hundes.
WICHTIGE PROPORTIONEN:
* Der Schädel ist beinahe ebenso lang wie breit.
* Der Fang ist kürzer als der Schädel im Verhältnis 1/3
zu 2/3.
* Die Körperlänge übertrifft die Widerristhöhe.
* Die Entfernung des Ellenbogens vom Boden übertrifft die Hälfte
der Widerristhöhe.
VERHALTEN / CHARAKTER
(WESEN):
Ein kleiner, mutiger Hund, schlau, zur Initiative fähig, seinem Herrn
vollkommen ergeben. Er ist eigensinnig und benötigt im Allgemeinen
eine feste Hand, um seine Energie in die richtigen Bahnen zu lenken und
das Beste aus seiner Intelligenz und Lebhaftigkeit zu machen. Fremden
gegenüber verhält er sich oft mißtrauisch.
KOPF:
Insgesamt gesehen dreieckig.
OBERKOPF:
Schädel: Mäßig entwickelt, fast flach, mit leicht ausgeprägter
Stirnfurche; zu den Seiten hin ist er harmonisch abgerundet, der Hinterhauptstachel
ist wenig betont. Er ist fast ebenso lang wie breit. Sein vorderer Teil
verläuft in sanfter Neigung zum Fang.
Stop: Wenig sichtbar.
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Schwarz.
Fang: Gerade, etwas kürzer als der Oberkopf. Er verjüngt sich
keilförmig, ist jedoch nicht zugespitzt.
Lefzen: Wenig dick; sie bedecken den Unterkiefer vollständig, der
Lefzenwinkel ist nicht sichtbar.
Ihre Ränder und der Gaumen sind schwarz oder kräftig schwarz
markiert.
Kiefer / Zähne: Das Gebiß soll vollständig sein. Fangzähne
stark, die Schneidezähne haben Scherenschluß
(die obere Schneidezahnreihe bedeckt ohne Zwischenraum die untere); Zangengebiß
(die Kanten der oberen und unteren Schneidezähne stehen aufeinander)
ist zulässig.
Augen: Ausdrucksvoll, leicht mandelförmig, dunkelbraun; weder vorstehend
noch zu tiefliegend. Bei Hunden mit harlekinfarbenem oder schiefergrauem
Haar sind Wechselaugen zulässig und fast immer charakteristisch.
Die Lidränder sind - unabhängig von der Fellfarbe - schwarz.
Ohren: Ziemlich kurz sein, am Ansatz mäßig breit; sie sind
weder zu dicht beieinander noch zu weit voneinander oben auf dem Schädel
angesetzt. Üblicherweise kupiert. Beim unkupierten Ohr soll der untere
Teil der Ohrmuschel aufgerichtet und beweglich sein, das obere Drittel
oder die Hälfte soll im Idealfall nach vorn oder zur Seite kippen,
wobei beide Ohren symetrisch sein sollen.
HALS:
Eher lang, genügend bemuskelt, gut von den Schultern abgesetzt.
KÖRPER:
Der Knochenbau ist kräftig, jedoch nicht schwer; trockene Bemuskelung.
Oberlinie: Fest.
Widerrist: Gut ausgeprägt.
Rücken: Ziemlich lang, kräftig.
Lende: Kurz, leicht gewölbt; die Wölbung erscheint stärker
ausgeprägt, da die Behaarung über der Hinterhand und auf der
Kruppe häufig reichlicher ist.
Kruppe: Eher kurz, ziemlich schräg gelagert.
Brustkorb: Mittelmäßig entwickelt, bis zu den Ellenbogen herabreichend;
an den Seiten leicht gewölbt.
Flanken: Nicht tief.
RUTE: Gut befedert, nicht sehr lang, eher tief angesetzt, an der Spitze
einen Haken bildend. In der Aufmerksamkeit soll die Rute kaum oberhalb
der Rückenlinie getragen werden. Viele Exemplare sind kupiert; einige
haben eine angeborene Stummelrute.
GLIEDMASSEN:
VORDERHAND: Gerade, trocken, sehnig, gut befedert.
Schulter: Schulterblatt genügend lang, mäßig schräg
gelagert.
Oberarm: Schräg gelagert, mittellang.
Unterarm: Gerade.
Vorderfußwurzel: Das Gelenk ist gut markiert.
Vordermittelfuß: Leicht schräggestellt.
Pfoten: Trocken, ziemlich flach, deutlich oval; dunkle Ballen. Nägel
klein und hart, von Haar bedeckt, das sich auch unter der Pfote zwischen
den Ballen findet.
HINTERHAND: Ziemlich geschlossene Winkelungen. Bei Hunden mit halblangem
Haar sind die Läufe frei von Befederungen.
Oberschenkel: Nicht sehr lang, mäßig schräg, muskulös,
"muskelbepackt".
Kniegelenk: Gut gewinkelt , parallel zur Körperachse gelagert.
Unterschenkel: Ziemlich lang, schräg gestellt.
Sprunggelenk: Trocken, tief gestellt, gut gewinkelt; gelegentlich etwas
enghessig stehend.
Hintermittelfuß: Senkrecht oder sehr leicht schräg nach vorn
gestellt.
Pfoten: Tocken, ziemlich flach, deutlich oval. Dunkle Ballen. Nägel
klein und hart, von Haar bedeckt, das sich auch unter den Pfoten zwischen
den Ballen findet.
Afterkrallen: Können an den Hinterläufen einfach oder doppelt
vorhanden sein oder fehlen.
GANGWERK / BEWEGUNG:
Im Schritt ist die Bewegung des Pyrenäen-Schäferhundes ziemlich
verkürzt. Der Trab, seine bevorzugte Gangart, soll frei und kraftvoll
sein. Im langsamen Trab wird der Kopf etwas angehoben, im verlängerten
Trab wird er auf Höhe der Rückenlinie getragen. Die Pfoten werden
niemals stark angehoben, die Bewegungen sind fließend, wobei die
Pfoten dicht über den Boden gleiten.
HAUT:
Fein; unabhängig von der Fellfarbe oft mit dunklen Flecken marmoriert.
HAARKLEID:
HAAR: Lang oder mittellang, jedoch stets dicht, fast flach oder leicht
gewellt; dichter und wolliger über der Kruppe und auf den Schenkeln;
in seiner Textur ein Mittelding zwischen Ziegenhaar und Schafwolle.
Die Mischung aus trockenem und wolligem Haar bildet bei manchen Hunden
Zotten oder Schnüre, auch "Cadenetten" genannt, oder manchmal
Platten, die schuppen- oder dachziegelartig die Kruppe und die Schenkel
bedecken. "Cadenetten" finden sich sogar an der Brust und an
der Vorderhand in Höhe der Ellenbogen.
Das Haar am Fang ist kürzer und weniger dicht. Am Ende des Fanges,
manchmal auch am ganzen Fang, liegt das Haar an und hat die Wuchsrichtung
von vorn nach hinten. An den Seiten und den Wangen ist das Haar länger
und erscheint wie wie durch einen Windstoß von vorn zurückgeweht.
Die Augen müssen gut sichtbar sein, ohne von Haar bedeckt zu werden.
FARBE:
Mehr oder weniger dunkles Fauve mit oder ohne Beimischung schwarzer Haare
und gelegentlich etwas Weiß an Brust und Gliedmaßen; mehr
oder weniger intensives Grau, oft mit Weiß an Kopf, Brust und Gliedmaßen;
Harlekin (d.h. mit Schwarz gesprenkeltes Blau). Ebenso kommen die Farben
Gestromt, Schwarze und Schwarz mit weißen Flecken vor. Die reinen
Farben werden bevorzugt.
GRÖSSE:
Rüden: von 40 bis 48 cm
Hündinnen: von 38 bis 46 cm
Eine Toleranz von bis zu 2 cm ist bei vollkommen typischen Hunden zulässig.
FEHLER:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muß als Fehler angesehen
werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung
stehen sollte.
Allgemeines Erscheinungsbild: Schwerfälliger Hund ohne Lebhaftigkeit;
plumpe Muskulatur; Mangel an Ausdruck.
Kopf: Spitzbogiger Schädel, gewölbte Stirn, Stop zu stark betont
oder nicht vorhanden.
Fang: Quadratisch oder rechteckig, Pigmentmangel an Nasenschwamm oder
Lefzen.
Augen: Hell oder mit scheuem Ausdruck. Lidränder depigmentiert.
Ohren: Dick, schwer, flach an den Kopfseiten herabhängend, asymetrisch
getragen.
Hals: Dick oder zu schwach, so kurz, daß der Kopf direkt auf den
Schultern sitzt.
Körper: Rücken eingesenkt oder gewölbt, überbaut,
Bauch windhundartig aufgezogen oder hängend.
Schwerer quadratischer Körperbau; Oberlinie ganz waagerecht; Karpfenrücken;
flache Kruppe.
Rute: Fehlender Haken an der Spitze.
Vorderhand: Doppelte Daumenkrallen; fehlerhafter Stand.
Schulterblatt: Zu steil gelagert oder zu kurz.
Hinterhand: Zu offene Winkelung der Sprunggelenke; fehlerhafter Stand.
Pfoten: Dick; Katzenpfoten; lange oder weiße Nägel.
Haar: Übermäßig viel Haar am Kopf, vor allem, wenn es
die Augen bedeckt und am Fang einen griffonähnlichen Schnauzbart.
Schlechte Textur, weiches oder drahtiges, gelocktes oder sich kräuslendes
Haar. Haarkleid, dem es an Dichte oder Stärke fehlt.
Farbe: Weißscheckung in mehr als einem Drittel der Behaarung. Harlekinfarbenes
Haar mit mangelndem Kontrast zwischen dem Grau und dem Schwarz oder mit
fauvefarbenem Anflug. Sehr verwaschene Haarfarbe. Schwarz mit lohfarbenen
Abzeichen an Kopf und Gliedmaßen ("schwarz mit fauvefarbenen
Abzeichen ").
Gangwerk / Bewegung: Kurzer oder steppender Trab; "Hackney"-Bewegung.
SCHWERE FEHLER:
Ohren: Natürliche Stehohren.
Rute: Über den Rücken gebogen oder eingerollt.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER:
Farbe: Weißes Fell oder sonstige nicht im Standard genannte Farbe.
Jede andere Farbe als vollkommen schwarz.
Kiefer: Rückbiß oder Vorbiß oder jegliche Kiefermißbildung.
Glasaugen bei Hunden, die nicht harlekinfarben noch schiefergrau sind.
Rosa Augenlider. Hellgelbe Augen.
Größe: Über- oder unterhalb der Größengrenzen.
Nachsatz:
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen,
die sich vollständig im Hodensack befinden.
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